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Kamelienausstellung in Boiro, Galicien

Die ersten Kamelien blühen! Wir teilen mit euch einige Fotos von der ersten Kamelienausstellung der Wintersaison, die der Camellia Sasanqua gewidmet ist. PrivatausstellerInnen aus Galicien und Nordportugal haben die schönsten Blüten aus ihren Gärten mitgebracht. Die Camelia Sasanqua ist die erste Kamelienart, die in den Wintermonaten blüht. Seit Oktober bereichert sie mit ihren zarten Blüten Gärten und Parkanlagen. Da die Temperaturen in diesem Winter bislang besonders mild waren, blühen dieses Jahr auch schon spätere Kameliensorten. So sehen wir auf der Ausstellung auch bereits zahlreiche Camelliae Japónicae, Camelliae Reticulatae, Hybride und Higos. (13. Dezember 2014)

 

 

14.12.2014

Blütenzauber im Winter

Kamelienreise Februar 2013

„Die Kamelie ist die Königin unseres Gartens“ erzählt uns Guillermo, einer der sechs Landschaftsgärtner des Herrenhauses Pazo de Rubianes, der uns durch eine weitläufige Gartenanlage führt. Unter gigantischen Eukalyptusbäumen, indischen Korallenbäumen, australischen Aurakien und den ältesten Kampferbäumen Spaniens stehen über 3000 Kamelienbäume und -büsche. Wir bestaunen Kamelien, wie ich sie nie zuvor gesehen habe: viele Blüten sind größer als meine Hand Viele sind mehrfarbig, gefleckt, gestreift oder haben verzierte Ränder. Schneeweiß sind die Blüten der „Alba Plena“, fast schwarz die Blüte der „Black Magic“. Sechs Jahre hintereinander haben Kamelien aus diesem Garten auf der internationalen Kamelienausstellung den Goldpreis gewonnen, erzählt Guillermo.

Nach der Gartenführung dürfen wir einen Blick in die Wohnräume der Familie werfen, die gerade einen Ausflug macht: Eingangshalle, Salon und Bibliothek sind herrschaftlich und gemütlich eingerichtet, mit Familienporträts und königlicher Korrespondenz an den Wänden und Kamelienblüten auf einem langen Tisch. Warm ist es in den Wohnräumen und es duftet nach Mittagessen. Wir fühlen uns zurückversetzt ins 19.Jahrhundert. Vor einem mittelalterlichen Wandteppich, der eine Szene aus dem Paradies zeigt, genießen wir eine Probe des hauseigenen Albariño-Weißweins und einen in Getreide gewickelten Käse. Ein köstlicher Abschluss unserer ersten Besichtigung.

„Möglichst frei und wild wachsen meine Kamelien, denn sie haben ja Platz“, erklärt uns Blanca, die Besitzerin des Pazo A Saleta. Auf verwunschenen Pfaden führt sie uns durch ihren englischen Garten, einem wahren Paradies aus blühenden Kamelien, Rhododendren und Azaleen. Vor uns, hinter uns, um uns herum und über uns grünen und blühen Kamelien unterschiedlichster Farben, Formen und Größen. Ich weiß gar nicht, wo ich hinschauen soll. Und ich weiß schon lange nicht mehr, welche Kamelie mir am besten gefällt. Eine der kleinsten Kamelienblüten ist gerade mal so groß, wie eine meiner Fingerkuppen. Und sie duftet.

Schon auf der Zufahrt zum Pazo Quinteiro da Cruz begrüßen uns die ersten Kamelien. Sonnenlicht bricht durch die Zweige und scheint auf einen bemoosten Brunnen. „Vor diesem Brunnen wurden schon Models von Chanel fotografiert“, erzählt uns Pedro, der Besitzer des Pazo. Es ist ein romantischer Platz, umgeben von vier Meter hohen Kamelienhecken. „In zwei, drei Wochen ist die Hecke nicht mehr grün, sondern weiß, rosa und rot“, schwärmt Pedro. Er führt uns treppauf und treppapp durch seinen romantischen Garten, vorbei an Brunnen und Figuren, an einem Swimmingpool, an hauseigenen Weinstöcken und bis zur kleinen Familienkapelle. In dieser Kapelle habe er geheiratet, erzählt er, und seine Enkel wurden an dem barocken Taufbecken getauft. Immer wieder bricht er einen kleinen Zweig mit Kamelienblüte ab und schenkt ihn uns. 5000 Kamelien wachsen in seinem Garten, Japonicas, Reticulatas und Higos. Mit den Higos habe die Familie schon zahlreiche Goldpreise gewonnen, so Pedro. Abschließend kehren wir ein in den alten Weinkeller neben dem Herrenhaus. Ein uriger Raum mit langem Holtzisch und einer Wand aus jahrzehntelang gelagerten Weinflaschen. „Der ideale Ort für Feiern mit der Familie und im Freundeskreis“, erzählt Pedro fröhlich und schenkt uns ein von seinem hausgekelterten Albariño-Weißwein.

Neun Gärten haben wir auf unserer sechstägigen Kamelienreise vom im Februar 2013 besucht, Herrenhäuser, Weingüter, eine alte Burg, die Städte A Coruña und Santiago de Compostela, die moderne Kulturstadt (architektonisches Meisterwerk von Peter Eisenman) und die Hauptstadt des Albariño-Weißweins Cambados. Abends vor dem Einschlafen sehe ich vor meinem inneren Auge Kamelien. Kamelien, Kamelien, Kamelien.

 

 

01.01.1970

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